Aktuelle Forschungsprojekte
Forschung im 1:1 Maßstab
Zahlreiche Forschungsprojekte mit Forschungs- und Industriepartnern zeigen die Notwendigkeit eines Forschungszentrums dieser Dimension.
Folgende Projekte geben einen kurzen Einblick in unsere Tätigkeiten.
ET-PP - Einstein Telescope Preparatory Phase
2022 - 2026
Mit dem unterirdischen Einstein-Teleskop wird europaweit die Forschung zu Gravitationswellen und schwarzen Löchern auf ein neues Level gehoben. Das Teleskop wird aus 3 Tunnel zu je 10 km bestehen, dessen Enden in Kavernen zur Detektion der Gravitationswellen münden. Als optimale Standorte, welche frei von Hintergrundrauschen sein müssen, gelten Sardinien sowie auch die Euregio Maas-Rhein in der Grenzregion Belgien, Deutschland und der Niederlande. Wie bei jedem Großprojekt steht auch hier die Nachhaltigkeit schon bei der Planung an vorderster Stelle. So wird neben der Standortvorbereitung, dem technischen Design und Rechen- und Datenmodellen unter anderem auch an einer Lösung zur Verwendung der entstehenden 5 Mio. m3 an Ausbruchsmaterial gearbeitet, um den Carbon Footprint des Einstein Teleskops so gering wie möglich zu halten.

Bild: Chiara Hude

Copyright: MUL
Pühiko Nukutü: Eine grüne Wasserstoff-Geospeicher-Batterie in Taranaki
2022 - 2027
Bestrebung dieser Erkundung ist die technische Durchführung und die Kosteneffizienz größerer Speichermengen von Wasserstoff. Als auch die sozial-ökologischen Auswirkungen von Wasserstoffmengen über 50.000.000 Nm³ in Sedimentgestein.
AI-Q Ready
2023 - 2026
A-IQ Ready erforscht modernste Quantensensorik, den Einsatz von KI in Randbereichen und verteilte kollaborative Technologien. Quanten-Magnetfluss- und -Kreiselsensoren ermöglichen höchste Empfindlichkeit und Genauigkeit, ohne dass eine Kalibrierung erforderlich ist, und bieten eine unübertroffene Leistung, wenn sie in einer nicht-GPS-fähigen Umgebung eingesetzt werden. Ein solches Lokalisierungssystem wird das Timing und die Genauigkeit von autonomen Agenten verbessern und Fehlalarme oder Fehlinformationen durch KI- und Multi-Agenten-Systemkonzepte reduzieren.

Copyright: MUL

Copyright: MUL
Archimedes
2023 - 2026
In Archimedes werden Komponenten, Modelle und Methoden entwickelt, um die Effizienz und Lebensdauer von Antriebskomponenten, Leistungskomponenten und Energiespeichern in Automobil, Luftfahrt, Infrastruktur und Industrie zu erhöhen. Damit wird die Energiewende auf der Verbraucherseite unterstützt. Um diese Mission zu unterstützen, zielt ARCHIMEDES darauf ab, Technologien und Produkte in den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Sicherheit in der Infrastruktur und dem damit verbundenen Ökosystem in Richtung einer widerstandsfähigen, dekarbonisierten, digitalisierten und grünen EU zu verändern.
I-WASP
2023 - 2026
Das Projekt I-WASP widmet sich daher der Frage, wie die komplexen Abläufe auf einer Tunnelbaustelle nach der NÖT mithilfe innovativer Methoden der Datenakquisition, -übertragung und -verarbeitung – einschließlich Methoden von Künstlicher Intelligenz (KI) – automatisiert erfasst, analysiert und optimiert werden können.

© MUL / © Marlene Villeneuve
CHEMATUN
2024 - 2025
Unterirdische Infrastrukturen sind für moderne Verkehrskonzepte, insbesondere in Österreich, von entscheidender Bedeutung. Während sich die Tunnelsicherheit weitgehend auf Brandereignisse konzentriert hat, ist die Freisetzung gefährlicher Stoffe in Tunneln noch wenig erforscht. Die einzigartigen Eigenschaften von Tunneln, einschließlich der Belüftungssysteme und der Entwässerung, beeinflussen die Ausbreitung von chemischen Stoffen erheblich und machen die Reaktionsstrategien komplex. Die bisherige Forschung befasst sich hauptsächlich mit Tunnelbränden, so dass Wissenslücken in Bezug auf das Verhalten von Gefahrstoffen und die Auswirkungen der Belüftung bestehen.
Das Projekt CHEMATUN zielt darauf ab, Reaktionsstrategien für chemische Stoffe in Tunneln zu entwickeln, indem ihre Ausbreitung unter realen Bedingungen im Zentrum am Berg untersucht wird. Durch groß angelegte Gasfreisetzungsexperimente wird das Projekt wichtige Daten für die Notfallplanung, Lüftungsstrategien und die Entwicklung von Schutzausrüstung liefern.

Bild: Chiara Hude

© MUL / © Marlene Villeneuve
Heatrock
2024 - 2027
Großwärmespeicher sind unverzichtbar für die effiziente Nutzung von klimaneutraler Abwärme und Energie sowie für den Ausbau der Fernwärmnetze. In Österreich finden sich viele potenzielle Standorte für Kavernenspeicher in der Nähe von Stadtzentren. Kavernenspeicher weisen eine sehr hohe Lebensdauer auf und sind kaum sichtbar. Die Hauptziele des Projekts „HEATROCK“ sind die Weiterentwicklung der Technologie „optimierte Kavernenspeicher für den saisonalen Ausgleich in urbane Fernwärmenetze“ und die Reduktion der spezifischen Investitionskosten des Kavernenspeichers.
NNATT
2024 - 2027
Im NNATT Projekt wird im Gegensatz zum im Jahr 2015 abgeschlossenen HORIZON 2020 Projekt DRAGON, ein ganzheitliches System für die nachhaltige Nutzung von Aushubmaterialien aus dem Tief- und Tunnelbau konzipiert, welches abweichend vom heutigen Stand der Technik sowohl bei mineralogischen, petrografischen und geochemischen als auch geotechnischen Parametern beginnt und über die Baulogistik und Bauverfahrenstechnik bis hin zur industriellen Applikation reicht. Grundlage bildet eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierte Entscheidungsmatrix, mit welcher aufbauend auf mineralogischen, petrografischen, geochemischen und geotechnischen Informationen aus der Vorerkundung eines Tief- oder Tunnelbauprojekts, in Kombination mit KI-gestützten und sensorbasierten Analysen, Aushubmaterialien in Echtzeit separiert wird.

Bild: Chiara Hude
